Labor zum Kampf gegen Epidemien

Das deutsche Epidemie-Präventionsteam SEEG hat vom 6. bis zum 17. März auf Anfrage des beninischen Gesundheitsministeriums eine Diagnostik für tropische Fiebererkrankungen aufgebaut. Bislang konnten Dengue-, Chikunguya- und Zikaerreger in Benin nicht nachgewiesen werden – jetzt kann bei künftigen Fällen wertvolle Zeit gespart werden, weil Proben von Verdachtsfällen nicht erst ins Ausland geschickt werden müssen.

Außerdem haben die Experten die beninischen Partner beim aktuellen Lassafieber-Ausbruch unterstützt. Der erste Verdachtsfall war Ende Februar im Distrikt Tchaourou aufgetreten. Da in einem solchen Fall auch Kontaktpersonen untersucht werden, kamen im nationalen Referenzlabor für hämorrhagische Fiebererkrankungen in Cotonou deutlich mehr Proben an als üblich. Das fünfköpfige SEEG-Einsatzteam, bestehend aus Expertinnen und Experten des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM), des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), unterstützte den Laborleiter Dr. Anges Yadouleton und seine Mitarbeiter beim sicheren Bearbeiten der Proben.

Das von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ins Leben gerufene Epidemie-Präventionsteam SEEG ist ein Baustein des deutschen Engagements für eine bessere und schnellere Reaktion auf den Ausbruch von Infektionskrankheiten. Als Lernerfahrung aus der Ebola-Krise in Westafrika hatte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die GIZ beauftragt, ein multidisziplinäres Expertenteam aufzubauen, das zu einem sehr frühen Zeitpunkt Partnerländer dabei unterstützt, sich gegen mögliche Epidemien zu wappnen. Der Kontakt zwischen SEEG und dem nationalen Referenzlabor für hämorrhagische Fiebererkrankungen in Cotonou war über das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin zustande gekommen, das das Labor seit Jahren berät und dies nun im Rahmen der Global-Health-Initiative des Bundesgesundheitsministeriums weiter ausbauen möchte.

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